FRIDTJOF-NANSEN-REALSCHULE CASTROP-RAUXEL

 

 

Letzte Aktualisierung: 02. Mai 2012
 Beiträge zur Schulstrukturdiskussion in Castrop-Rauxel
25.11.2010: In Castrop-Rauxel gibt es eine Diskussion über die künftige Schulstruktur in der Stadt (s. Presseartikel der vergangenen Tage). Da unsere Schule in Überlegungen zur Bildung einer sog. Gemeinschaftsschule hineingezogen wurde, wollen wir die Möglichkeit nutzen, auch an dieser Stelle unseren Standpunkt zu solchen Überlegungen öffentlich zu machen und zu verdeutlichen.
Siehe Beiträge zur laufenden Diskussion auf RN- Online.

 

Sagen Sie uns die Meinung, beteiligen Sie sich auch persönlich an der Diskussion,

indem Sie uns anrufen oder eine E-Mail schicken.

 

 

21.05.11: Karikatur in den Ruhr-Nachrichten (hier mit freundlicher Genehmigung von Rudolf Grabowski)

18.05.11: Bürgerversammlung zur Schulentwicklung im Forum der FNR 

Siehe Beiträge auf RN- online

Siehe auch:

FNR Chronik mit Link auf Schuldemo- Video

Michael Fritsch (Ruhr-Nachrichten v. 20.05.11) kommentierte dazu:

 

"Lasst die FNR in Ruhe!

Der Plan von Verwaltung und Politik, durch ein einjähriges Moratorium einen breiten Konsens bei der Schulentwicklung zu ermöglichen, ist schon jetzt gescheitert. Die Fridtjof-Nansen-Realschule hat klipp und klar ausgesprochen, dass sie ihr Profil nicht verwässern lassen, sich folgerichtig auf kein Kooperationsmodell mit einer anderen Schulform einlassen und sich zudem nicht an ihrer eigenen Auflösung beteiligen will. 

Und sie hat völlig Recht mit dieser Position.

Erfolgreiche und akzeptierte Schulformen müssen sich nicht rechtfertigen und verändern, bewegen müssen sich die anderen."

Ruhr-Nachrichten online, 18.02.2011:

 

Statistik: Mehr Haupt- und Realschüler - Gymnasien schrumpfen

CASTROP-RAUXEL Der Schülerrückgang in der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) ist in Castrop-Rauxel nicht so stark ausgeprägt wie im Kreis- und Landesdurchschnitt. Das liegt vor allem daran, dass es zwar mehr Haupt- und Realschüler gibt, die Zahl der Gymnasiasten aber deutlich zurück gegangen ist.
Die beiden Gymnasien müssen im Vergleich der Schulformen den größten Aderlass hinnehmen. Das sind die beiden Hauptbotschaften, die sich aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes Information und Technik herauslesen lassen.

Im Durchschnitt 

Danach gehen in unserer Stadt aktuell 4322 Schülerinnen in die Klassen 5 bis 10, 265 oder 5,8 Prozent weniger als im vergangenen Schuljahr. Im Land wie im Kreis beträgt der Rückgang 6,7 Prozent. Während die beiden Haupt- (476 zu 472) und Realschulen (1007 zu 995) sogar um 0,8 bzw. 1,2 Prozent zulegen konnten, gingen die Schülerzahlen an den Gesamtschulen (1399 zu 1465) und den Gymnasien (1343 zu 1551) um 4,5 bzw. 13,4 Prozent spürbar zurück. Die Martin-Luther-King-Förderschule verlor 7 Schüler (6,7 Prozent) und hat aktuell 97. 

Die prozentuale Verteilung auf die Schulformen stellt sich wie folgt dar:
› Gymnasien: 31,1 (33,8) Prozent
› Gesamtschulen: 32,4 (31,9) Prozent
› Realschulen: 23,3 (21,7) Prozent
› Hauptschulen: 11,0 (10,3) Prozent
› Förderschule: 2,2 (2,3) Prozent. mf

Ruhr-Nachrichten online, 19.01.2011:

 

Horn baut auf Weiterentwicklung der Fridtjof-Nansen-Realschule

CASTROP-RAUXEL Der Leiter der Habinghorster Fridtjof-Nansen-Realschule (FNR), Alfred Horn, hat seine konstruktive Mitarbeit bei der Neuaufstellung der Schullandschaft zugesagt – zugleich aber auch klare Grenzen gezogen. 

Von Michael Fritsch

Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte Horn im Hinblick auf entsprechende Aufforderungen der Stadtverwaltung an die Schulleitungen zu mehr Kooperation: "Wir sind so realitätsbewusst, dass wir uns weiterentwickeln müssen – und dazu sind wir bereit." Er freue sich über die Aussage des Schulentwicklungsplanes, langfristig auf den Erhalt der beiden Realschulen zu setzen.

Bis 2021 vierzügig geplant

Immerhin weise der Schulentwicklungsplan die FNR auch 2021 noch als vierzügig aus. Wörtlich heißt es dazu im Schulentwicklungsplan: "Für die Stadt Castrop-Rauxel wird (…) vorgeschlagen, die zukünftige Schulentwicklung auf dem Erhalt der bestehenden Realschulangebote aufzubauen und (…) flächendeckend schulorganisatorisch auf die historisch angelegte Absorptionskraft der Realschule zu vertrauen."
Dazu sagte Horn: "Die Realschule war bisher in der Lage und ist es nach wie vor, Schülerinnen und Schüler aus allen möglichen Richtungen aufzunehmen." Und er fügte im Hinblick auf die als sicher geltende Schließung der Franz-Hillebrand-Hauptschule in Ickern hinzu: "Das gilt auch und ausdrücklich auch für diejenigen Kinder, die ansonsten auf die Hauptschule gegangen wären."

Neue "schulische Heimat" für Franz-Hillebrand-Schüler

Konkret im Hinblick auf die bevorstehenden schulischen Umwälzungen im Norden betonte Horn: "Wenn die Franz-Hillebrand-Hauptschule aufgelöst werden sollte, wofür ja leider einiges spricht, werden wir diesen Kindern eine schulische Heimat geben. Da stehen wir ausdrücklich in der Verpflichtung, und der stellen wir uns auch!"
Der Empfehlung des Planes, die FNR langfristig als "Nukleus" (Zellkern) eines strukturoffenen Schulstandortes auszubauen, widersprach Horn ausdrücklich: "Zellkern ja, aber nicht strukturoffen".

Pressemitteilung der Fridtjof-Nansen-Realschule

 

Bezug: 

 

Artikel „Tiefer Schul-Umbruch“ in den Ruhr-Nachrichten von Castrop-Rauxel vom 25.11.2010

 

Der Bonner „Bildungsexperte“ Schober zieht aus dem zu erwartenden Rückgang der Schülerzahlen in Castrop-Rauxel die falschen Schlüsse und sorgt für überflüssige Unruhe bei den Eltern der Grundschüler.

 

Der Rückgang der Schülerzahlen in den nächsten Jahren wird sich auf alle weiterführenden Schulen der Stadt gleichermaßen auswirken. Schober attestiert aber lediglich den beiden Gymnasien und der Willy-Brandt-Gesamtschule „Zukunftsfähigkeit“. 

 

Die Zukunftsfähigkeit der Fridtjof-Nansen-Realschule kann er nicht beurteilen, denn bei seinem Besuch war deutlich zu spüren, dass ihm das Einmaleins moderner Realschulpädagogik nicht geläufig und auch gleichgültig war. Dafür sagte er die Zukunft der Schule voraus, bevor er sie überhaupt von innen gesehen hatte. 

 

Der „Gut“achter Schober hatte nicht mehr zu bieten als längst bekannte Zahlen und eine vorgefertigte Meinung zugunsten der Gemeinschaftsschule, einem unausgegorenen und absehbar unterfinanzierten Schulversuch zu Lasten der Kinder.

 

Die Verantwortlichen der Stadt Castrop-Rauxel sollten den Elternwillen respektieren und die Realschulen der Stadt stärken, die nach wie vor stark nachgefragt und somit auch zukunftsfähig sind. 

Wir sind Realschule, und wir wollen es bleiben, denn die wahren Bildungsexperten, die Lehrer, die Eltern und die Schüler, wollen es auch.

 

Alfred Horn, Schulleiter

Wir 

Wir sind 

Wir sind real

Wir sind Realschule

„Selbstverständlich erwarten wir eine kritische Diskussion, die ist sogar erwünscht, denn Entscheidungen sollen gut vorbereitet werden“, so Petra Glöß in einer Pressemitteilung (RN-online v. 24.11.). Die begonnene öffentliche Diskussion halte sie aber für nicht zuträglich.

Laut Petra Glöß  gestaltet sich der weitere Ablauf der Schulentwicklungsplanung wie folgt:

"Am 6. Dezember werde die Fachverwaltung mit Hubertus Schober, Leiter der Bonner Projektgruppe Bildung und Region, das Gutachten besprechen. Anschließend, am 20. Dezember, beschäftige sich der Verwaltungsvorstand damit. Danach geht es als Vorlage für den Betriebsausschuss 2 (Ausschuss für Jugend, Schule und Soziales) in den Versand und sei dann am 14. Januar 2011 öffentlich. In der Woche ab dem 21. Januar berate die Stadtverwaltung das Gutachten mit den Schulleiterinnen und Schulleitern." 

(Hervorhebungen: FNR)

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