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Johann Christoph Blumhardt, 1805 - 1880

Im Möttlingen musste B. 1842/43 furchtbare Kämpfe mit dämonischen Mächten durchmachen, über die er 1844 auf Verlangen seiner kirchlichen Behörde in der »Krankheitsgeschichte der Gottliebin Dittus« ausführlich berichtete. Im Anschluss an die Heilung dieses jungen Mädchens und Jesu Sieg über die Macht der Finsternis erlebte B. in seiner Gemeinde eine gewaltige Buß- und Erweckungsbewegung und wunderbare Heilungen und sonstige Gebetserhörungen. Er fand in seinem Wirken und mit dem, was in Möttlingen geschah, weder bei den staatlichen noch bei den kirchlichen Behörden das rechte Verständnis. Das Ministerium verbot ihm im Januar 1844, »Heilungen in das Gebiet des Seelsorgers hinüberzuziehen, statt auf den Arzt zu weisen«. Das Oberkonsistorium verlangte von ihm, seine Tätigkeit auf Trost und Erbauung zu beschränken und sich von jedem Einfluss auf leibliche Genesung fernzuhalten. Um sich den Kranken und Angefochtenen ganz und unbehindert als Seelsorger widmen zu können, entschloss sich B., sein Pfarramt aufzugeben. Er kaufte das im Jahr 1828 von der württembergischen Regierung in großem Stil wiederhergestellte Schwefelbad Boll, wohin er am 31.7. 1852 übersiedelte. Hier wirkte B. als Pfarrer und Hausvater einer großen Gemeinde von Kranken und Leidenden aus allen Ständen und Völkern, auch durch ausgedehnten Briefwechsel, als Seelsorger der vielen Angefochtenen, die sich aus aller Welt an ihn um Hilfe und Heilung an Leib und Seele wandten.


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Christoph Blumhardt, 1842 - 1919
Christoph Blumhardt war der mit Hesses Eltern befreundete Leiter der evangelischen Akademie von Bad Boll.  Bei dem Sohn des legendären "Teufelaustreibers" C.J. Blumhardt in Bad Boll erhofften Hesses Eltern Hilfe und das Herausfinden des "eigentlichen Grundes seiner Missbildung", d.h. seines eigensinnigen Verhaltens, das ihn zur Flucht aus dem Seminar Maulbronn bewogen hatte.  Doch fand Hesses Aufenthalt bei Blumhardt bereits  nach kaum 14 Tagen am 20.6.1892 durch einen missglückten Selbstmordversuch des Vierzehnjährigen ein rasches Ende.

Hermann Hesse: Sein Leben in Bildern und Texten, 1979

 


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© Dr. Andreas Furbach,

Letzte Änderung 17.04.04