1916


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Das neue Jahr brachte uns zunächst viel Unruhe durch den bevorstehenden Umzug. Ich war zum Glück so wohl, dass ich nicht hindernd im Wege stand, ja sogar recht fleißig beim Einpacken helfen konnte. Am 3. Januar kam Martha Stein, um uns noch einmal zu sehen, dann Schwager Georg von Below, der zu einer Konferenz in Halle gewesen war, dann viele liebe Besuche aller Naumburger Bekannten und endlich am Tage vor unserer Abreise Pastor Förster, der als Vertreter des Garnisonspfarrers nach Naumburg geschickt war und in Erinnerung an vergangene Tage, wo er in Lengefeld als Vikar war, sehr gemütlich den Abend bei uns verbrachte.

Martha war am 7. 1. von Hannover gekommen, um den Umzug zu leiten, und sie hat mit dem tüchtigen Packer alles treulich auf's Beste besorgt. Am Mittwoch, den 12. Januar fuhr ich mit Mutter in einem Krankenransportwagen auf's Bequemste über Halle nach Hannover. In Halle begrüßte uns der treue Freund Erich Petersilie auf dem Bahnhof, in Hannover empfingen uns Lili und Meta und fuhren mich in meinem Rollstuhl in unser neues Heim. Lili war zwei Tage vorher aus der Bleichenstraße in die Wedekindstraße umgezogen und hatte uns die Stätte gemütlich bereitet. Wir wohnten in ihrer Wohnstube, wo wir bis zum 22. Januar hausen mussten, da die Ankunft unserer Möbel sich von Tag zu Tag verzögerte. Ende des Monats waren wir dann ziemlich mit der Einrichtung der Wohnung fertig und konnten am 1. Februar Ida mit Bino bei uns aufnehmen, die zur Feier von Mutters Geburtstag gekommen waren.

Bald kamen auch neue und alte Bekannte aus Hannover, und wir dürfen heute mit Dank sagen, dass wir auch hier in der wildfremden Stadt nicht ganz vereinsamt sind. Vor allem aber war uns die Nähe der drei Töchter immer neue Freude. Lili lebt mit uns, und Martha und Meta kamen oft aus dem Stift, und auch hier brachten immer neue Besuche der Söhne Freude und Abwechslung in unser stilles Leben.

Ende Februar kam Willi auf einige Tage (20. 2.) auf der Reise nach Lankwitz bei Berlin, wohin er zu einem Offizierskursus kommandiert war. Er blieb dort und in Doeberitz bis zum 26. August und konnte uns von dort öfters besuchen. Wenige Tage nach ihm kam Hans aus Frankreich auf einen Tag auf der Durchreise nach Halle. Er war seit dem 25. Oktober in Frankreich gewesen, war aber als nicht felddiensttauglich zum Ersatzbataillon nach Halle geschickt, wo er bis zum August blieb. Er war dann Anfang März wieder einige Tage bei una zugleich mit Willi und Kurt, der am 7. März auf 12 Tage aus Frankreich kam. Seine Lunge war nicht in Ordnung, er war längere Zeit in Donai im Lazarett gewesen (unter der Pflege des Dr. Eckart aus Sangerhausen), dann in einem Offiziersgenesungsheim, war aber noch nicht frei von Stichen in der Lunge, als er am 19. März zur Front zurückmusste - uns eine große Sorge. Aber er hat bis jetzt alle Strapazen ausgehalten und scheint heute kräftiger zu sein als vorher. Während seines Besuchs kam Ria auf zwei Tage auf der Rückreise von der Leipziger Messe und Tante Emilie Wiebel aus Herford, die Mutter kurz vorher in Herford besucht hatte. Sie ist die Witwe von Vater Wiebels Bruder, hatte früher von Köln aus schon Beziehungen zu Mutter gehabt, als wir noch in Düsseldorf wohnten. Eine einsame, nun alte Frau, die ein sehr schweres Leben hinter sich hatte.

Am Tag nach ihrem Besuch hatte ich einen neuen Anfall von Herzschwäche, dazu waren auch die Zehen am linken Fuß wieder kränker, so dass es dadurch neue Sorge und Not gab.

Vom 1. - 3. April war Willi aus Lankwitz gekommen. Am 8. April Besuch von Marthas Schwiegermutter, Frau Pastor Kühn, - jetzt viel liebenswürdiger und entgegenkommender als zu Georgs Lebzeiten. Vom 12. - 22. 4. war Mutter in Wilhelmshöhe bei Brandts, um etwas auszuruhen, hatte leider wenig gutes Wetter, aber doch viel Freude durch das Zusammensein mit den lieben Freunden, hörte öfters gute Musik und kehrte am Sonnabend vor Ostern recht ausgeruht heim. Lili hatte inzwischen Ferien und hat mich treulich versorgt.

Über Ostern war Frau Pastor Müller aus Halle uns ein lieber Gast vom 22. - 25. 4., und vom 25. - 27. 4. kam Erich von Bremen herüber, wo er mit dem Eisernen Kreuz I. Kl. geschmückt seinen Urlaub verbrachte und auf die Ankunft seiner Gabriele wartete, die sich dann auch am 29. April rechtzeitig einstellte. Sie wurde am 5. 5. von Pastor Bultmann aus Ganderkesee, dem Freund des Stoevesandtschen Hauses, getauft. Mutter war zur Taufe der neuen Enkelin nach Bremen gereist und freute sich des neuen Glücks der Kinder. Am Tag nach der Taufe musste Erich nach Frankreich zurück, nachdem er mich noch kurz besucht hatte. Als er draußen seinen Schwager Stoevesandt aufsuchen wollte - er hoffte, ihn in sein Regiment zu bekommen, - fand er nur noch sein Grab. Er war am 10. Mai gefallen. Infolgedessen hatten wir bald darauf mehrmals den Besuch von Herrn und Frau Brandt, die ihre arme Tochter, die so früh verwitwet war, aufgesucht hatten.

Während Mutter in Bremen war, kam ich zum ersten Mal ins Stephansstift und sah nun selbst, wo Martha weilte und arbeitete, konnte auch ihr Stübchen im 4. Haus mit viel Mühe "ersteigen", war bei Pastor Müllers, die uns mit großer Freundlichkeit aufnahmen. Sie gehörten zu den neuen Freunden in Hannover, von denen wir, seit Mutter im Herbst 1915 bei ihnen logierte, immer neue Freundlichkeit erfahren haben.

In dieser Zeit fand die Verlobung der jüngsten Tochter Calvinos mit einem Deutschen, Herrn Meister, statt. Mutter schrieb darüber schon am 26. 4.: "Erich hörte durch einen Mailänder Freund, der jetzt in Lugano wohnt, dass Paola Calvino sich mit einem "Deutschen" verlobt habe, dass die Töchter Calvino in ganz Lugano wegen ihrer gehässigen Stellung zu den Deutschen bekannt seien. Es ist schade, Hanni tut mir leid, aber vielleicht weiß sie es nicht einmal, jedenfalls würde sie das nicht gutheißen." Und dann am 3. Juni: "Was sagt ihr zu der Verlobung im Hause Calvino? Man weiß nicht, soll man sich mehr wundern über den Deutschen, der ein solches Mädel mag, oder über das Mädel, dem zum Heiraten ein Deutscher noch gut genug ist, oder über die Eltern, die das zugeben? Ich hörte schon in Bremen von der Verlobung. Ein Mailänder Deutscher schrieb an Ida, erzählte auch von dem in Lugano allbekannten deutschfeindlichen Benehmen und Reden der Töchter Calvino."

Das ist ein trauriges Kapitel, die Familie Calvino durch den Krieg in zwei Lager gespalten. Der Vater Italiener, die Mutter Deutsche, zwei Kinder in Deutschland, ganz deutsch gesinnt, die drei Töchter in Italien resp. der Schweiz, ganz antideutsch, voll Hass gegen alles Deutsche trotz ihrer Mutter. Sie sind wohl für immer für uns erledigt trotz der Heirat der Jüngsten mit einem Deutschen. Aber die Eltern, unsere Geschwister? Hanni hat immer wieder gesucht, brieflich die Gemeinschaft mit dem Geschwisterkreis aufrecht zu erhalten, wenn sie auch natürlich nicht unbeeinflusst von ihrem Manne ist. Der hat, wie es schien, anfangs versucht, sich neutral zu verhalten, ist mehrfach auch wüsten Hetzarbeiten waldensischer Geistlicher gegen die Deutschen entgegengetreten. Schließlich aber hat er in Paris sich dazu hergegeben, eine feindselige Bekundung der französischen protestantischen Gemeinden gegen Deutschland mit seinem vollen Namen zu unterzeichnen, d.h. gutzuheißen. Das ist der welsche Dank für alle Liebe und Freundschaft, die er in Deutschland in mehr als 40 Jahren erfahren hat, ganz abgesehen von dem, was Deutschland für die Waldenser getan hat, und die Entrüstung und Empörung darüber in weiten Kreisen ist nur allzu berechtigt. Für mich ist dadurch Paul Calvino ebenso wie seine drei Töchter erledigt, aber das Herz blutet einem bei solch bitteren Erfahrungen. Ob sich der Riss zwischen der Waldenser und deutsch-evang. Kirche je wieder zuziehen und heilen wird? Wer den Vorteil davon hat, das ist Rom.

Vom 21. - 23. Mai hatten wir Besuch von Käthe Voget , sie hatte Lili bei einer Konferenz in Detmold getroffen und besuchte uns auf ihrer Vortragsreise, die sie im Interesse ihrer Berliner Missionsgesellschaft machte. Sie war länger in Berliner Mission in China gewesen und für ihre Arbeit, die sie nun des Krieges wegen hatte verlassen müssen, begeistert.Wie viel alte, liebe Erinnerungen tauchten da auf, an ihr Elternhaus in Berlin, an ihre Besuche in Sangerhausen, an unseren gemeinsamen Aufenthalt in Borkum. Im November kam sie noch einmal wieder.

Ihr Besuch wurde abgelöst durch den von Aug. Schmitz, der vom 23. - 27. Mai wieder unser Gast war - ein treuer Freund! Am 8. Juni kam Fritz aus Russland und am Tag darauf Ria mit Diether und Ruth, um ihn abzuholen. Am nächsten Tag fuhren wir mit den Kindern nach dem Steuemdieb, Fritz hatte ein großes Kuchenpaket gespendet. Als wir draußen saßen, kam plötzlich Willi aus Doeberitz zu aller Freude. Das war ein sonniger, fröhlicher Nachmittag, die Kinder froh, einander zu haben, sie und die Enkel unsere Freude. Über die Pfingsttage waren wir alle fröhlich zusammen, Dienstag reisten Fritz und Ria nach Essen, Mittwoch Willi nach Doeberitz zurück. Für Mutter war der Abschied von Fritz der Abschied für immer, ich sah ihn noch einmal auf seiner Ausreise nach Russland am 30. Juni. Er war mit Ria nach Bielefeld gefahren, um noch einmal ruhig mit ihr zusammen zu sein, was in Essen des Geschäfts wegen nicht möglich war. Er kam dann gegen Abend zu mir und fuhr in der Nacht gegen 4 Uhr weiter. Mutter war seit dem 15. Juni in Altenau. Ich schrieb ihr am 1. 7.: "Wir waren bis 11 Uhr auf, hatten ihm auf dem Sofa im Esszimmer ein Bett gemacht. Um 3 Uhr weckte der Wecker. Er kam dann noch zu mir ans Bett. Er sah mich mit seinen lieben Augen so herzig an, alles an ihm Freundlichkeit und Liebe zu seinen Eltern. Er bedauerte sehr, dich nicht mehr gesehen zu haben, lässt dich herzlich grüßen." Das war sein letzter Abschied vom Elternhaus.

Mutter war mit Frau Pastor Müller in Altenau, auch Pastor Müller aus dem Stephansstift war da. Leider hatte sie viel Regen und kalte Tage, und oft freute man sich an einer geheizten Stube. Dort zeigten sich schon die Vorboten der kommenden Herzaffektionen. Beim Steigen hatte sie Herzbeschwerden, und als sie am 5. Juli heimkehrte, war sie nicht so erholt, wie wir
gehofft hatten. Sie war wohl für ihre Kräfte zu viel gegangen, hätte ganz ruhen müssen und gar nicht steigen dürfen. Ich war unterdessen durch die Töchter gut versorgt. Martha war viel bei mir, und seit dem 1. Juli, als ihr Urlaub begann, siedelte sie ganz zu mir über. Ich fing damals an, statt der Körbeflechterei mich mit Schuhflechten für die Kinder im Stephansstift zu beschäftigen, eine zweifellos noch nützlichere Tätigkeit.

In der Zeit fingen die Ernährungsschwierigkeiten an, größer zu werden. Wir waren lange Zeit ohne Kartoffeln, aber so sehr auch diese Schwierigkeiten im Laufe des nächsten Jahres gewachsen sind, wir haben bis jetzt eigentlich nie Mangel gehabt, haben uns immer noch satt essen können, wenn auch die Ansprüche immer bescheidener werden mussten und wir wie die meisten sehr mager geworden sind.

Kurz vor Mutters Heimkehr war Hans vom 2. - 4. Juli bei mir, wir machten damals mit Martha eine schöne Fahrt nach Herrenhausen, mir unvergesslich nicht nur um der sommerlichen Schönheit des Parks willen, vielmehr um der Freude willen, mit der der gute Junge seinen alten Vater fuhr, froh, mir den Genuss zu bereiten.

Nach Mutters Heimkehr ging Meta nach Weissenburg zu ihrer Freundin, Frl. Wün, Lilli und Martha nach Altenau, Lili von da weiter nach Fürth zu Frl. Humbser, Martha nach Prenngesheim zu Fritschs. So war ich mit Mutter allein. Da bekam sie am 11. Juli den ersten Ohnmachtsanfall und am 19. Juli nach einem kurzen Besuch von Ida auf der Durchreise nach Kassel einen zweiten, am 29. 7. und 10. 8. folgten zwei weitere. Das Unheimliche bei der Sache war, dass die Ohnmachten ganz plötzlich kamen, ohne dass irgendein sichtlicher Grund zu erkennen war, ohne dass sich irgendwelche Anzeichen vorher zeigten. Sie war hinterher sehr matt und musste zeitweise liegen, sollte völlige Ruhe haben. So kam am 2. August bis zum 12. Käthe, die mit ihrer Schwester in Altenau gewesen war, freundlich uns zu Hilfe und löste Meta ab, die nach ihrer Rückkehr am 25. 7. eine Woche zur Unterstützung der Mutter bei uns gewesen war. Dann waren Hans und Maria kurz bei uns, bevor Hans nach Galizien ausrückte.

Am 14. Juli war Kurt in schweren Kämpfen, in denen er und Erich gewesen waren, bei Pozière Contalmaison verschüttet worden Er hatte sich aus dem Unterstand herausgearbeitet, war dann aber bewusstlos geworden. Er kam in einem Lazarettzug nach Berlin, hatte nichts bei sich als das, was er auf dem Leibe trug. Er wurde in ein Sanatorium in Charlottenburg gebracht, litt lange an Schwäche im Kopf. Langsam erholte er sich und konnte endlich Mitte August zu uns kommen. Von hier aus war er zweitweise in Bremen und kam dann zum Ersatzbataillon nach Halberstadt, wo er durch neuen Bronchialkatarrh länger festgehalten wurde. Erst Anfang Oktober kehrte er nach Frankreich zurück in die Stellung am Walde St. Pierre Vast Gleichzeitig mit Kurt war auch Willi vom 19. - 21. August nach Beendigung des Offizierskursus in Doeberitz bei uns. Er kam dann nach Köln zu seinem Regiment, bis er endlich Ende Oktober nach Gent geschickt wurde, wo er bis heute in der Reparaturwerkstatt des Kraftwagenparks tätig ist. Von Köln aus hat er uns noch einmal auf einer Fahrt nach Glückstadt am 21. September, am Tage bevor wir Fritzens Tod erfuhren, besucht.

Meta arbeitete damals noch im Lazarett im Stephansstift, da fand sie in der Liste der Verwundeten einen Voget, und es stellte sich auf ihr Nachfragen heraus, dass es der Sohn des verstorbenen Friedr. Voget, Mutters Vetter, war. Seine Mutter war auch in Hannover, ihren verwundeten Sohn zu besuchen. Sie waren dann einen Nachmittag zusammen bei uns, und wir hatten so Gelegenheit, diese liebenswürdigen Verwandten kennenzulernen.

Im August war Fritz als Kompanieführer der 8. Komp. des 346. Infanterieregiments nach Süden verlegt, nahe der galizischen Grenze. Hans stand gleichzeitig bei einer fliegenden Batterie in Galizien, nicht weit von Fritzens Regiment, Leider aber war es den Brüdern nicht möglich, einander zu sehen. Fritz wurde dann wieder nach Norden geschickt und stand zuletzt bei Swenjuchy östlich von Luck. Sein letzter Brief vom 13. September erzählt noch von dem sehr schönen Gottesdienst am Sonntag, !0. September, im Park von Konjuchy, eine Stunde hinter der Front, den ein Pastor Schmidt aus Königsberg hielt. "Es war köstliches Wetter, der Vormittag so recht sonntäglich. Um 8 Uhr Gottesdienst im Park des Schlosses, gut besucht, es gehen doch immer viele Freiwillige. Und eine so wunderschöne Predigt: Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde. Im Anschluss war, ebenfalls unter den hohen Parkbäumen, Abendmahlfeier, an der ich mit vielen Leuten der Kompanie teilnahm. Es war ein Pfarrer Schmidt von der Burgkirche in Königsberg. Er sprach so frisch, innerlich schlicht, wie man es selten hört. Nachher - wir waren dienstlich in der Nähe - warf ein russischer Flieger ganz in der Nähe in denselben Park eine Bombe, ohne Schaden anzurichten."

Fritz kam dann mit seiner Kompanie in die vorderste Stellung nur 300 m von den Russen entfernt. "Mit Unterständen ist es noch schlecht bestellt, nur kleine Erdlöcher, auch meins nur etwa 2 x 2 m groß und 1,5 m hoch, nur gegen Schrapnells sicher. Wir arbeiten sehr rege, vor allem an der Sicherung, Feldwache, Hindernis. Demnächst sollen aber auch Unterkünfte schusssicher gebaut werden...."

Am nächsten Sonnabend, 16. September haben die Russen von früh 5 Uhr bis abends 1/2 8 Uhr ein furchtbares Trommelfeuer auf die Stellungen bei Swenjuchy unterhalten. Einer von Fritzens Kompanie schrieb an Frau v.d. Becke: "Schon morgens früh 5 Uhr begannen die Russen mit einem derartigen Trommelfeuer auf unsere Stellungen, dass wir meinten, die ganze Hölle wäre los. Dieser Hagel von Granaten und Schrapnells dauerte bis abends 7.30 Uhr, dann setzten feindliche Sturmmassen auf unsere Stellung an, wurden aber unter blutigen Verlusten für sie abgeschlagen."

Fritz war den ganzen Tag auf den Beinen gewesen. Am Abend übergab er die Kompanie dem Leutnant Obermann, er wolle für kurze Zeit sich in seinem Unterstand hinlegen, um etwas auszuruhen, rief noch den Burschen eines gefallenen Kameraden in den Unterstand, um ihm etwas zu essen zu geben. Kaum war dieser hinausgegangen und Fritz hatte sich eben ausgestreckt, da schlug eine Bombe in den Unterstand, der zusammenstürzte. Fritz war sofort tot, sein Bursche, der bei ihm war, schwer verwundet. Leutnant Obermann ließ sofort den verschütteten Unterstand aufgraben, es konnten aber nur Fritzens Leiche ohne wesentliche Verletzungen und der schwer verwundete Bursche geborgen werden. Der Bursche starb bald darauf im Lazarett.

Am folgenden Tag wurde Fritz im Park von Konjuchy in einem Einzelgrab mit ein paar Offizieren der Naumburger Jäger und acht seiner braven Landwehrleute bestattet. Ein österreichischer Prediger (ob evangelisch oder katholisch?) hielt die Beerdigung. Wir erhielten die Nachricht von seinem Tode am 22. September. Der Feldwebel schickte einen Brief von uns an Fritz zurück und einen Abschiedsbrief von Fritz, den er dem Feldwebel für den Fall seines Todes für uns gegeben hatte. Es kam dann am folgenden Tage die Nachricht an Ria, und bald darauf sandte uns Nathalie zwei Briefe von zwei Leuten von Fritz, Max Schellbach und Alfred Broch, die von seinem Ende erzählten und ihren guten Oberleutnant, der ein treusorgender Führer und gerechter Vorgesetzter gewesen sei, rühmten.

Ich schrieb damals (25. 9.): "Wieviel Hoffnung, wieviel Liebe ist mit ihm ins Grab gesunken. Er hatte ein in Liebe weites Herz und dabei ein enges Gewissen. Er war so glücklich in seiner Ehe, in seinem Haus und seinem Berufe, für den er noch im Unterstand in ruhiger Zeit tätig war. Ein guter treuer Sohn, der uns nie Sorge gemacht hat - der einzige Schmerz, dass er dem Pfarramt den Rücken kehrte. Aber er tat es aus Gewissenhaftigkeit, und es war ihm bis an sein Ende schwer, uns den Schmerz bereitet zu haben. Er hat im April 1915, am Abend ehe er zum ersten Mal ins Feuer kam, uns einen köstlichen Abschiedsbrief geschrieben, er bleibt uns ein teures Vermächtnis des geliebten Sohnes." Und Mutter schrieb am 7. 10.: "Es ist sehr schwer, einen geliebten Sohn zu verlieren, um so viel innige Liebe ärmer zu werden. Obschon unser lieber Ältester in so glücklicher Ehe lebte, hatten wir doch stets das Bewusstsein: Er ist noch unser Junge. Und er gab seiner Liebe und Anhänglichkeit immer so beglückenden Ausdruck. Er hat auch viel Liebe in einem großen Kreis von Freunden und Bekannten gefunden, die jetzt in Hunderten von Zuschriften zum Ausdruck kommt. Ria meint, es würde ihn beglückt haben, darum zu wissen; in seiner Bescheidenheit hätte er nur wenig davon gewusst."

Aus der großen Zahl der Briefe nur zwei seiner nächsten Freunde: Erich Petersilie schreibt:" Lassen sie mich still mit Ihnen klagen um diesen Unvergesslichen, unseren lieben, lieben Fritz. Immer wieder stehen vor mir die klaren Züge seines Wesens: diese liebe gütige, diese so zarte Art; sein weiches, den Menschen freundliches Herz; seine Wahrhaftigkeit, seine Ehrlichkeit; sein mannhaft festes Auftreten, wo er Unrecht sah; sein schönheitsfrohes Auge. Ein in sich fester, geschlossener Charakter mit vielen und schönen Gaben. So sehe ich ihn in meiner Erinnerung seit Jugendtagen, so ist er unbeirrbar seinen Weg sicher gegangen ... dass er mir in Freundschaft zugetan gewesen ist, das macht mich froh und stolz ..." Dieser treue Freund hat ihm ein sinniges Denkmal gesetzt in Aufzeichnungen aus Fritzens Jugend und Entwicklungszeit. "Aus seiner Jugendzeit", ein Erinnerungsblatt zum 23. März 1917. Es zeichnet sein Wesen, wie der Freund es in langjährigem Umgang seit der Knabenzeit geschaut hat, ein Zeugnis treuer Freundschaft und feinsinniger Beobachtung.

Der andere Freund, Pastor Friedr. Bansa in Metz, schreibt am 3. 10.: "Es ist ja nur zu natürlich, dass er sich geopfert hat in dieser Zeit, in der das Vaterland die Besten fordert, und zu denen gehört er ... der feine, edle Mensch, wie unendlich viel verlieren wir alle an ihm ... Unsagbar schmerzlich ist mir der Gedanke an sein selten glückliches und harmonisches Familienleben, an seine arme Frau und die herzigen Kinderlein ... Meiner Frau und mir ist noch keine Trauernachricht aus dem Felde unter den vielen so nah gegangen wie diese. Denn wir hatten ihn beide sehr lieb, schätzten ihn um seines lauteren und offenen Charakters und seiner liebevollen, tiefinnerlichen Empfindung sehr hoch ... Wie viel Gutes und Edles hätte er noch wirken können! ... "

Am 6. November besuchte uns Leutnant Obermann, der die letzten Monate ganz mit Fritz gelebt hatte, ein Lehrer aus Alfeld, den Fritz hoch schätzte und der Fritzens Nachfolger als Kompanieführer wurde. Er sagte uns viel zu Fritzens Lob, namentlich wie treu und selbstlos er für seine Leute gesorgt hätte, wieviel Liebe er bei ihnen gefunden habe. Er erzählte uns auch, dass Fritz kurz vor seinem Tode seinen Unterstand mit dem Obermanns vertauscht, weil der seine kürzer war. Hätte er es nicht getan! Aber wer will darüber klügeln! Wenige Tage nach Fritzens Tod fand eine Umzingelung von dem Bataillon, zu dem Fritz gehörte, durch die Russen statt, bei der die meisten fielen oder gefangen wurden. Nur ein kleiner Rest des Bataillons, unter ihm Obermann, schlug sich durch. Wenn Fritz bei der Umzingelung gefallen wäre, hätte man nie etwas von seinem Verbleib erfahren. Wäre noch viel schwerer gewesen.

In diesem Jahre 1917 haben schwere Kämpfe bei Konjuchy stattgefunden, und wir waren lange in Sorge, ob dabei nicht auch Fritzens stilles Grab verwüstet worden wäre. Da war es uns eine große Freude, als uns durch Leutnant Schröer aus Catharinenrieth am Jahrestag seines Todes die Nachricht wurde, dass das Grab unversehrt und wohlgepflegt sei. Heute am 16. September 1917, seinem Todestag dem Datum nach, schreibe ich diese Zeilen über den Tod unseres geliebten Ältesten. Ich glaube, ich begehe keine Indiskretion, wenn ich den oben erwähnten Abschiedsbrief vom 27. 4. 15 hier für seine Geschwister abschreibe. Tritt in seinen Worten doch das ganze Wesen des geliebten Sohnes vor unsere Augen. Möchte sein Wort auch den Geschwistern zum Segen sein!

Zarobka, den 27. 4. 15 Abd.

Liebste, teuerste Eltern!

Dies ein Abschiedsgruß für den Fall, dass ich diesmal oder ein andermal nicht zurückkehren sollte. Es gibt morgen früh ein Gefecht. Wir sind mit beteiligt, wenn wir auch den eigentlichen Angriff nicht machen, sondern nur zu unterstützen haben. Wir liegen als Flankendeckung dieses Angriffs vorn vor den Gräben, etwa 700 - 800 m weit; die russischen Stellungen sind ca.1400 - 1500 m weit; zudem können wir schon diese Nacht dorthin und uns eingraben, so dass wir schlecht zu sehen sind und Deckung haben. Aber die Kugeln werden pfeifen, und zwar reichlich. Vorher wird unsere Artillerie ein höllisches Feuer, zum Teil über unsere Köpfe hinweg, eröffnen. Nun sind noch ein paar Stunden, ehe wir abrücken. Ich habe noch einige Briefe geschrieben. Eben kam die Predigt, von dir geschickt, lieber Vater. Darin vornan das Lied "Befiehl du deine Wege". Wie ist es doch das Richtige für solchen Augenblick besonders, so altvertraut und so beruhigend. Seit wie lange kenne ich es? Von da an, wo ich es lernen "musste", bis heute ein langer und doch so kurzer Weg. Was ist ein Menschenleben! Hier wird man es so recht gewahr, und man gewinnt den Maßstab. Ich kann nicht alles aufrollen, aber mit euch ein letztes Mal vielleicht reden. Voran euch danken für die tragende, fördernde, nachgebende Liebe, die ihr mir geschenkt habt. Ich bin so dankbar, dass ich sie immer gespürt habe, euer Leben seit 38 Jahren ist's gewesen. Wie habt ihr euren Kindern gelebt. Ich habe euch, auch dir, liebe Mutter viel Schmerzen gemacht und Kummer. Verzeiht mir nochmals; ja, das tut ihr ja; auch eure Liebe war immer zugleich Gnade. Ihr habt mich immer und immer im Besten unterwiesen und auf den Weg gebracht, der nach oben führt. Wenn meine Schuld und Sünde mich in die Irre brachten, eure Liebe hat mich nicht aus den Augen verloren, sie hat viel über mich vermocht, von allen irdischen Mitteln das beste. Wie hat diese Liebe auch mein irdisch Leben reich gemacht. Ihr wart nie karg und hart, und wieviel tausend Momente könnten da aufgezählt werden, mir blitzten die Weihnachtsabende und Geburtstage auf, eure Art, einem immer wieder Freude zu machen. Ach behaltet das Gefühl, dass euch das gelungen ist, dass die überwindende selbstvergessende Liebe Christi durch euch uns fühlbar geworden ist. Das ist Gnade, und ich will mir das Gefühl stärken lassen und mitnehmen, dass ich von Gnade getragen und aufgehoben bin. Dahinter das, was mich von ihr trennt, wenn ich sie ergreife. Mein trotziges Herz muss ich verwerfen und verleugnen bis zuletzt, um ehrlich zu sein und nichts an mir zu finden. Wenn ich aber tapfer sein sollte und meine Pflicht tun, steht es auch im Zusammenhang mit dem Guten, das in mir wirkt. Ich habe das nicht immer energisch genug ergriffen, habe nicht Ernst genug gehabt, nicht Entschiedenheit. Ich weiß, es ist Schuld gewesen, auch Schwäche, die in meinem Charakter lag. Auch damit habe ich euch betrübt. Ich denke an meinen Beruf, aber verzeiht mir, für euer Teil, was euch wehe daran tat. Meine Dankbarkeit für euch war und ist ehrlich. Ich habe euch lieb von Herzen und hänge an euch. Drum tut mir bis ins Innerste weh, was ihr jetzt durchmacht an Sorgen, Schmerzen und inneren Nöten. Wie gerne nähme ich euch ab, wenn das ginge.

Wieviel mehr hätte man auch den Geschwistern sein können und sie besser lieb haben, Versäumnisse, Sünde überall. Auch das wird zugedeckt sein. Grüßt die Geschwister einzeln von mir. An meine Ria denke ich mit viel warmer Freude; ich konnte immer an ihr in die Höhe sehen, und sie ist die rechte Mutter unserer Kinder. Tragt sie alle vier mit auf dem Herzen. Ich weiß, auch eure Liebe ist ihnen sicher, soweit es möglich ist. Ich habe auch für Ria einen Abschiedsbrief geschrieben. Tut mir noch die Liebe, besonders zu grüßen: Erich Petersilie, Bansa (Metz, Haagstr. 8), Lauterburg, Booth (Blasewitz, Johannstr. 29).

Meine letzten Gedanken gehören euch und den Meinen in Essen. Gott mit uns allen, uns finden in ihm. Ein Abschiedskuss von eurem Ältesten

Fritz.

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Das Grab von Fritz Höhndorf, Russland 1916

Gleich nachdem wir die Nachricht von Fritzens Tod erhalten hatten, kam Kurt am 23. 9. von Halberstadt auf 2 Tage und wieder am 30. September; am 28. September kam Freund Schmitz auf einige Tage, und am 29. September Maria von Mansfeld. Wie wohl tat uns alle solche Bezeugung von Teilnahme und Liebe, aber den großen Verlust konnte es doch in keiner Weise ersetzen. Auch unendlich viele liebe Zuschriften kamen, wie oben gesagt, von allen Seiten.

Am 2. Oktober mussten wir von Kurt Abschied nehmen, der wieder nach Frankreich ausrückte. Wieviel schwerer wurde uns nun der Abschied, nun drängte sich der Gedanke mit ganz anderer Wucht auf: Ist auch dieser Abschied ein Abschied für's Leben? Da war es uns eine starke Tröstung, dass wir mit ihm und Lili am Montagmorgen unmittelbar vor seiner Abreise das Hl. Abendmahl feiern durften. Er kam bald in Stellung am Wald St. Pierre Vast, ist aber bis heute gnädig bewahrt geblieben, obwohl er damals sehr schwere Kämpfe durchmachte. 21 Tage lang waren sie im November in Stellung, ohne rechte Deckung, in Granattrichtern, 21 Tage, ohne die Kleider vom Leibe zu bekommen, ohne die Möglichkeit, sich zu waschen, nur bei Nacht die Möglichkeit, Essen und Post heranzuführen.

Am 8. Oktober hatten wir den Besuch von Schwager Hermann und Alida. Er hatte bei Verdun gestanden, kam bald darauf, weil seine Kräfte nicht mehr reichten, als Etappenkommandant nach Alexandria in Rumänien.

Dann kamen Mitte Oktober Bernhard und Käthe, er hatte 14 Tage Urlaub, den er zwischen uns und Halle teilte. Mit ihnen besuchte ich am 17. Oktober Martha im Stift in ihrer neuen Wohnung im freien Felde. Sie reiste bald darauf nach Frankfurt zu Fritschs, traf dort mit Hans Fritsch zusammen, und es kam am 28. Oktober zur Verlobung zwischen ihnen, uns überraschend, aber umso lieber für Martha, da wir erfuhren, dass es Georgs Wunsch gewesen war, dass Martha nicht vereinsamt bliebe, wenn er fallen sollte, sondern seinem nächsten Freunde angehören möchte. Am 30. Oktober kamen die beiden zu unserer Freude zu uns, und wir gaben den lieben Kindern gern unseren elterlichen Segen. Leider musste Hans am 1. November schon wieder fort. Bald aber am 16. November kamen seine lieben Eltern von Prenngesheim auf zwei Tage, um uns kennenzulernen, erfreut über diese Wahl ihres Sohnes. Und es war uns eine große Freude und Beruhigung, dass unser liebes Marthakind von der ganzen Familie in so herzlicher Liebe aufgenommen wurde. Und nun war Hans ja auch kein Fremder, war er doch im Laufe der Brautzeit Marthas mit Georg sehr oft bei uns gewesen, war bei uns wie zu Hause, und so war für uns diese Verbindung nichts Fremdes. Wir konnten mit gleicher Liebe ihn als unseren Sohn aufnehmen wie seine Eltern unsere Martha als ihr Kind.

Am 6. November Besuch von Leutnant Obermann, von dem ich oben berichtete. Vom 7. - 10. November Besuch von Mutters Schwester Minni von Below, die in dem Verlangen, ihre Schwester zu sehen, die weite Reise gemacht hatte. Acht Tage später kam auch vom 18. - 20. November Bruder Siegfried aus Barmen, der endlich seine Kriegstätigkeit beendigt hatte und zu seiner Gemeinde zurückgekehrt war. Er hatte viel durchgemacht infolge der Feldzugsstrapazen, war nun aber wieder arbeitsfähig, und wir durften uns ungetrübt seines lieben Besuches erfreuen. Mit ihm zusammen war Hans bei uns, der aus Galizien nach Jüterbog zu einem Offizierskursus abkommandiert war. Er ist von dort mehrmals kurz bei uns gewesen. Tage schöner Erinnerung mit dem lieben Jungen. Mutter hatte Anfang November einen neuen Ohnmachtsanfall gehabt, und der Arzt wollte nicht, dass wir sie allein reisen ließen. So konnte sie ihrem Herzenswunsch, Ria und die Kinder in Essen zu besuchen, nicht folgen. Da war es uns wehmütige Freude, aber doch Freude, dass Ria vom 21. - 23. November zu uns kam und wir dem lieben Kind nicht nur brieflich unsere Liebe und Teilnahme bezeigen konnten. Wie tapfer trug sie ihr schweres Leid, wie - fast männlich trotz ihres schwachen Körpers - hat sie das Geschäft ihres Fritz auf sich genommen und fortgeführt, bis jetzt mit sichtbarem Segen und Erfolg.

Vom 25. - 27. November war Ida mit Gisela bei uns und feierte mit uns stille den 27., ich besonders dankbar, dass mein kranker linker Fuß sich gebessert hatte. Aber am 29. November glitt ich im Vorplatz so unglücklich aus mit meinen Krücken, dass ich einen bösen Fall tat und länger zu Bett liegen musste.

Das Weihnachtsfest verlebten wir mit den Töchtern in der Stille, noch gab's damals einige Lichtchen, um ein Weihnachtsbäumlein zu schmücken - dieses Jahr wird es wohl unmöglich werden. Aber die Weihnachtsfreude sollen uns doch die Engländer nicht rauben, wenn sie uns auch mehr und mehr von der Außenwelt abschließen und die Not und Entbehrungen für unser Volk immer schwerer werden.

Am 30. Dezember kamen Hans und Maria von Halle, sie hatten Weihnachten zum letzten Male in ihrem trauten Heim in Mansfeld gefeiert. Der Kursus in Jüterbog war beendigt, und Hans kehrte am 2. Januar über Essen nach Frankreich zurück. Maria blieb noch bis zum 4. Januar. Wir ahnten doch alle nichts, dass es für uns der letzte Abschied von dem geliebten Sohn sein sollte.

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© Dr. Andreas Furbach,

Letzte Änderung 17.04.04