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Meine Computer und ich



Von der Informatik infiziert wurde ich ungefähr um 1978 von meinem damaligen Mathematiklehrer, der uns seinen programmierbaren Taschenrechner zeigte und uns anhand dieses Rechners die Grundlagen der Programmierung beibrachte. Die folgende kleine Auswahl zeigt einige der Computer und Rechner, die ich besaß und besitze.


Texas Instruments TI-59c (ca. 1978)

Texas Instruments TI-59c
Texas Instruments TI-59c CPUk.A.
RAMm. W. 100 Steps
ext. SpeicherSolid State Modul
ext. SpeicherMagnetkarten
Kaufpreisca. 499,- DM

Der TI-59c war mein erster programmierbarer Rechner. Er wurde über die Tastatur programmiert und legte den Programmcode als 2-stellige, 1 bis 3 Byte lange Ziffernfolgen ab. Mit einem eingebauten Magnetkartenleser konnte man seine Programme sogar speichern und laden. Als zusätzliches Feature gab es einen auswechselbaren Chip (Solid State Modul), auf dem vorgefertigte Programme gespeichert waren. So konnte man z.B. auf Finanzrechner und ähnliche Programme zurückgreifen. Wer jetzt meint, daß man kaum richtige Programme auf diesem Rechner zustande brachte, dem sei gesagt, daß ich z.B. "Lunar Lander" , "Blackjack", "Biorythmus", und vieles andere auf diesem Gerät geschrieben habe.


Tandy TRS-80 (ca. 1979)

Radio Shack Tandy TRS-80 Mod. I Level II
Tandy TRS-80 CPUZilog Z-80A
Takt1,77 MHz
RAM16 KB
ROM16 KB
Kaufpreis1.599,- DM

Mein erster "richtiger" Computer! Nachdem ich festgestellt hatte, daß mein Taschenrechner schnell an seine Grenzen stieß, kaufte ich mir diesen Rechner. Er war der erste betriebsbereite Homecomputer, der käuflich zu erwerben war und erschien 1978 einige Wochen vor dem bekannteren Commodore PET-2001. Er hatte 16KB RAM und eine "Grafikauflösung" von unglaublichen 128 * 48 Pixeln! Der eingebaute BASIC-Interpreter war für seine Zeit schon sehr fortschrittlich und mit ihm lernte ich die ersten "komplexen" Programme zu schreiben. Leider bemerkte ich anhand eines Vokabellernprogrammes, daß BASIC doch ein wenig langsam war, und so brachte ich mir die Maschinensprache des Zilog Z80 Prozessors bei. Einen Assembler konnte ich mir damals nicht leisten, also schrieb ich ihn mir selbst. So lernte ich die Maschine sehr gut kennen. Das Gerät steht heute noch bei mir im Keller und ist betriebsbereit. Manchmal hole ich ihn hervor, schließe ihn mit seinem HF-Modulator an meinen Fernseher und bestaune das sagenhafte Prompt dieses Rechners:

Ready
>_


Atari 520 ST und Mega ST (ca. 1984)

Atari ST-1040
Atari 520 ST CPUMotorola MC68000
Takt MHz
RAM512 KB
ROM192 KB
Kaufpreisca. 2.499,- DM

Tja, der Mega ST (eigentlich war es zuerst ein Atari 520 ST, der aber nach und nach zum Mega-ST aufgerüstet wurde) war seiner Zeit leider um einiges voraus. Eine grafische Benutzeroberfläche (GEM) mit eingeschränktem Multitasking hatten die Intel-PCs bis dahin in der Form noch nicht gesehen. Ebensowenig die eingebaute Midihardware, den Soundprozessor und die Standardmaus. Auf diesem Rechner erlernte ich das strukturierte Programmieren mit Pascal und GFA-Basic, einem wahnwitzig schnellen BASIC-Compiler. Außerdem lernte ich die erste erste listenorientierte Programmiersprache (LOGO) kennen. Mittels LOGO konnte ich meine zunächst in BASIC realisierten Versuche in der Programmierung künstlicher Intelligenz weiter vervollständigen. Mit Pascal realisierte ich auf diesem Rechner ein rudimentäres Spracherkennungssystem, das 6 verschiedene Befehle (öfters) verstanden hat. Mitte der 90er diktierte ich ab und zu unter OS/2 Warp 4 ganze Berichte mit der Spracherkennungssoftware VoiceType von IBM.


Schneider CPC-464 und CPC-6128 (ca. 1986)

Schneider CPC-664 mit Floppy und Monitor
Schneider CPC-664 CPUZilog Z-80
Takt4 MHz
RAM64 KB
ROM32 KB
Kaufpreisca. 1.399,- DM

Dieser Schneider-Computer war ein Hobby- und Heimgerät, das jedoch einen gewissen Kultstatus errang (wenn auch nicht so wie der C64). Fü dieses Gerät programmierte ich eine sogenannte RSX-Erweiterung, mit der BASIC-Befehle für die Erzeugung von Vektorgrafiken zur Verfügung gestellt wurden. Außerdem lernte ich hier die Textverarbeitung "CONTEXT" kennen. Heute läuft der CPC höchstens noch in Emulation auf meinem PC. Erwähnenswert ist noch der gute 3-stimmige Soundchip und die vielfältigen Möglichkeiten der Grafikdarstellung. Durch das mit dem 6128 mitgelieferte CP/M lernte ich ein weiteres Betriebssystem kennen. Ich sollte im Jahre 1994 nochmal auf CP/M stoßen, da einer der Rechner der Buchhaltung meines Arbeitgebers damit ausgestattet war. Auf diesem Rechner lief die Tabellenkalkulation "VisiCalc", der Urvater aller Tabellenkalkulationen.


IBM kompatible PCs (ab ca. 1989)

P133, 64MB, 4,7GB und einigen Schnickschnack
PC P133 CPUIntel Pentium
Takt133 MHz
RAM65536 KB
HDD4928307,2 KB
Kaufpreis--

Na, da ist er endlich, mein dritter Intel-PC. Der erste war ein 386sx-16. Damals eine kostengünstige Alternative zum 386DX, heute eine lahme Möhre! Danach folgte ein 486DX33 und später dieser hier. Gequält habe ich diese Rechner mit MS-DOS, Win 3.1x, OS/2V3, OS/2V4, PTS-DOS und Windows 95. Richtig gut geht meinem Rechner und mir aber erst nach Jahren der Suche, als wir Linux fanden. Heute erledige ich alle Arbeiten unter Linux und X, nur zum Spielen starte ich noch ab und zu Windows 95 (Age Of Empires) oder DOS (Need For Speed). Naja, ehrlich gesagt, inzwischen starte ich nicht einmal dafür ein MS Betriebssystem, weil ich eine Playstation 2 habe, mit der es sich viel einfacher zocken läßt: Lade auf, DVD rein, Lade zu: spielen! Nix mit Direct-X hassenichgesehenhierinstallieren und neuentreiberfürdiegrafikkartedortinstallieren...


Texas Instruments TI-85

Texas Instruments TI-85 (ca. 1995)
Texas Instruments TI-59c CPUZilog Z-80
Takt6 MHz
RAM28 KB
ROM?? KB
Kaufpreis249,- DM

Mein jüngster Taschenrechner. Und wieder ein Texas Instruments. Leistungsfähiger als mein TRS-80 dient er mir in erster Linie zum Spaß am Programmieren. Irgendwann, wenn ich Zeit habe, werde ich meinen grafischen "Lunar Lander" fertiggestellt haben. Neben umfangreicher Kurvendiskussion und der Programmierfähigkeit in einer dem BASIC ähnlichen Sprache, bietet er u. a. statistische Funktionen, Polynomberechnung und kann sogar Texte verarbeiten. Ich schiele zwar schon seit geraumer Zeit nach dem TI-92, aber der ist mir noch zu teuer!


So, das war es erst einmal bis hier hin. Falls ich unrichtige Angaben aufgeführt haben sollte, schickt mir eine Mail, damit ich den Fehler korrigieren kann. Die meisten Angaben habe ich aus meinen Erinnerungen zusammengestellt, verzeiht mir deshalb eventuelle Fehlangaben.
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Das Foto des Texas Instruments TI-59c ist © Texas Instruments
Alle weiteren Grafiken und Fotos sind © 1997, 1998 by Karsten Schulz, Dortmund, Germany.
© 1998-2002 by Karsten Schulz, last updated on Oct 2, 2002

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