Mein Fluval Edge


ich habe mir ziemlich spontan im vergangenen Herbst auf der "Zierfische&Aquarium" Messe in Duisburg ein schickes Fluval Edge in der Farbe Orange zugelegt. Gefallen hatte es mir optisch schon immer, der Preis allerdings deutlich weniger  und wegen der bekannten Ausleuchtungsproblematik hatte ich ernste Bedenken.
Auf der Messe kostete das Becken dann unter 100 Euro und dafür habe ich es dann mitgenommen. 
Das Becken läuft nun seit November 2010 und ich kann somit jetzt einen Ersteindruck liefern, vor allem, was diese leidige Beleuchtungsfrage angeht.

Also:
Da ich wußte, dass die Ausleuchtung der Randbereiche des Beckens mit der Standardbeleuchtung nicht gegeben ist, habe ich das bei der Einrichung gleich mitberücksichtigt. Ist sicher eine Geschmacksfrage. Mir gefällt's und ich kann gut damit leben.

Aber auch der ausgeleuchtete Bereich des Beckens wird nach meiner Erfahrung mit den mitgelieferten Halogenlämpchen nicht ausreichend beschienen.
Ich habe testweise über zwei Monate auf der einen Seite die mitgelieferte Halogenleuchte benutzt, auf der anderen Seite steckte eine LED Leuchte.
Was ist nun geschehen? Auf der linken Seite (mit Halogen) kümmerten die Pflanzen. Die Valisnerien sahen blaßgrün bis bräunlich aus, das Perlkraut ist zwar nicht abgestorben, aber auch nicht wirklich gut angewachsen und buschig wurde es auch nicht.
Auf der anderen Seite (mit LED) das genau gegenteilige Bild: Nach einer Weile standen die Valisnerien in sattem Grün im Becken und das Perlkraut wuchert nun buschig und geht allmählich in die Breite.
Mittlerweile ist auch die zweite Halogenleuchte gegen eine LED ausgetauscht worden und die Pflanzen auf der kümmerlichen Seite erholen sich nun auch.


Hier das Edge vor der Einrichtung:


Hier ist das Becken frisch eingerichtet:


Und hier ist das Becken rund 4 Monate nach der Einrichtung.
Gut zu sehen: der rechte Beckenbereich wurde mit einer LED ausgeleuchtet und ist schöner bewachsen, als der linke Bereich, der mit der mitgelieferten Leuchte bestückt war.
Fluval Edge

Und seit April 2011 sind meine kleinen Lieblings-Caridinas eingezogen:
Ringelsöckchen oder wie der Fachmann sagt: Crystal Red Garnelen oder wie es ganz genau heißt Caridina cf. cantonensis var. Crystal Red.
Egal, wie man sie nennen will... die kristallroten Ringelsöckchen haben bei mir schon einen netten Weißanteil und sind so geringelt, wie ich das mag.
Und hier sind nun zwei, stellvertretend für die restliche Bande:

Crystal Red


Fazit: Wie es mit hochanspruchsvollen Pflanzen funktioniert, vermag ich nicht zu sagen. Mit eher anspruchslosen Pflanzen kann man ein Fluval Edge ohne große Umbauten betreiben. Lediglich die mitgelieferten Halogenleuchten sollten gegen LEDs ausgetauscht werden. Diese bekommt man jedoch problemlos und auch in einer spritzwassergeschützten Variante im Internet.
Ich habe kaltes Licht (6700 k) gewählt und die Strahler haben 150 Lumen Stärke.

Als Bodengrund habe ich Dennerlenährboden und Dennerlekies im Becken.

Sonstige Eindrücke zum Edge:
Optisch finde ich es immer noch sehr ansprechend. Es gibt auch kaum einen Besucher, der nicht interessiert bis fasziniert vor dem Becken stehen bleibt. Als Eye-Catcher ist das Teil also auf jeden Fall zu gebrauchen  :D

Die Handhabung ist wegen der winzigen Öffnung oben umständlich. (Wer das Becken nicht genauer kennt: Es ist zu allen Seiten geschlossen (Glas) und hat lediglich in der oberen Glaspaltte eine kleinere Öffnung, durch die man ins Becken greifen kann)

Das Becken ist für den normalen Gebrauch tauglich, aber wenn ich mir vorstelle, ich würde Garnelen züchten wollen und sollte dann gezielt Tiere aus dem Becken fischen... also ich glaube, das geht eher schlecht.

Der Wasserwechsel gestaltet sich relativ schwierig, weil die Öffnung oben doch sehr klein ist.

Filter (mitgeliefert):
Der ist relativ geräuscharm. Manchmal kommt es zu Vibrationen. Dann kann etwas Filterschwamm Abhilfe schaffen.

Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Einblick vermitteln.
Trotz der Kritikpunkte bin ich bislang glücklich mit dem Becken.

Back