Die Neugestaltung des kleinen Beckens



Das kleine 54 Liter Becken war unser erstes Aquarium und es läuft jetzt seit nahezu 5 Jahren.
Gerne hätte ich die Optik verändert, aber da das Becken keinerlei Probleme machte, traute ich mich nicht so recht an diese große Aufgabe heran. Never change a running system ;-)

Durch Probleme mit der Beleuchtung - da war wohl eine Röhre zu alt *hüstel* - kam es zu einer Algenexplosion und die Pflanzen wollten auch nicht mehr wirklich nett ausschauen.
Das war dann mein Signal.... jetzt oder nie.

Besonders gut hatten mir in letzter Zeit Becken gefallen, die mit verschiedenen Bodegründen ausgestattet waren.
Ich wollte gerne einen Lavafluss auf hellem Grund haben.
Die erste Planung sah noch vor, den Lavabodengrund, den ich im Garnelenbecken habe, zu verwenden, aber da ich nicht weiss, was die Zeit noch so an Fischbesatz bringt, fiel die erste Wahl dann doch auf den Aquarienkies von Dennerle. Feinkörnig, schwarz und abgerundet.
Der helle Bodengrund war schnell gefunden... nach kurzer Überlegung, ob Sand oder Kies, fiel die Entscheidung zu Gunsten von feinem Naturkies aus.

Eine Barriere aus Schiefergestein soll dafür sorgen, dass sich die beiden Bodengründe nicht vermischen.

Der Blickfang in dem Becken soll mein Schieferaufbau sein, von dem das Moos kaskadenartig "hinabfliesst", wie die Lava in den Lavastrom. Ein passendes Hintergrundbild "Eruption" fand sich in einem Fotokalender zum Thema Vulkanismus.




Die Ausgangssituation war in etwa diese:








Was gibt es schöneres, als eine Wochenende mit Schieferbruch und Silikonklecksen zu verbringen? ;-)

Schieferkleben


Die Moos-Schiefer-Kaskade

Im fertigen Becken steht sie auf einer Plexiglasplatte, um das Gewicht besser zu verteilen.




So sieht das fertige Becken nun aus:







das fertig umgestaltete Becken






Und hier ist noch eine Detailaufnahme des mittleren Bereiches





Umgesetzt wurde das Projekt wie folgt:

Rund zwei Wochen vor der Umgestaltung wurden die Schiefermauern zusammengeklebt und der Aufbau aus Schiefer gefertigt.
Einige neue Pflanzen - die Hydrocotyle verticillata, eine Sagittaria-Art und Javamoos - wurden ca. eine Woche lang im Eimer gewässert.

Am Umbautag selbst wurde ca. die Hälfte des Wassers auf verschiedene Eimer verteilt.
Dann wurden die Pflanzen und die Fische auf die Eimer verteilt, der Filter lief in einem separaten Eimer ebenfalls weiter.
Der Kies wurde aus dem Becken genommen.
Etwas Mulm und Wasser verblieben im Becken und wurde später mit dem neuen Boden vermischt.
Zunächst wurde die Plexiglasscheibe, die den Glasboden vor Beschädigungen durch das Schiefergestein schützen soll, ins Becken gelegt, dann folgten die Schiefernmauern und der Schieferaufbau, auf dem zwischenzeitlich das Moos aufgebunden worden war. Wasser wurde nach und nach dazugegeben, so dass keine Lufteinschlüsse im Boden entstanden.
In das "Flussbett" wurde der schwarze Kies gefüllt, die grasartigen Pflanzen gesetzt und einige Steine drapiert.
Alsdann wurde der Naturkies rechts und links verteilt und die Pflanzen wieder in das Becken gesetzt.  Wurzel und Welshöhle folgten.
Das restliche alte Wasser und frisches Wasser kamen ins Becken, ebenso der Filter.
Zum Schluss folgten die Bewohner.


-- Fertig ---


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