Pepe's neues Zuhause


Im August 2004 war es dann endlich soweit: Pepe sollte ein neues Zuhause bekommen.
Maßgeschneidert und Marke Eigenbau.

Die einschlägigen Hamsterseiten im Internet wurden befragt, unzählige Bauanleitungen studiert und zig Fotos bestaunt.
Und am Ende - als Ergebnis eines langen Abends - stand endlich mein eigener Bauplan!

Um es vorweg zu nehmen: der mit Liebe und Sorgfalt (und einigen Flüchen) gezeichnete, verbesserte, radierte und wieder neu gezeichnete, verbesserte... also der irgendwann erstellte Bauplan wurde dann in der tatsächlichen praktischen Bauphase so oft wieder verworfen und nachgebessert, daß ich mir die Mühe erst gar nicht hätte machen müssen ;-)

Viele Probleme stellten sich erst während der Konstruktion, zum Beispiel, weil es nicht möglich war, Bretter aufzutreiben, die genauso dick wie das Plexiglas der Türen waren. So saßen die Scheiben nicht richtig im Türrahmen und die Türrahmen mußten neu durchdacht werden.

Überhaupt war fast jeden Tag der Gang in den Baumarkt obligatorisch. Immer fehlte irgendetwas oder der Bauplan wurde zum x-ten Male verändert, was in der Konsequenz meistens zahllose Neuanschafftungen aus dem Angebot der diversen Heimwerkermärkte notwendig machte.
Ich habe irgendwann aufgegeben, einmal nachzurechnen, wie viel der Käfig am Ende gekostet hat.
Das liegt zum einen daran, daß so viele Dinge falsch und überzählig gekauft wurden, zum anderen möchte ich es gar nicht so genau wissen.
Der reine Materialwert dürfte so bei 80 bis 100 Euro liegen, wenn man unsere Arbeitszeit hinzu addiert, dann hätte man für das Geld wahrscheinlich schon ein Ferienhaus im Sauerland erbauen können ;-)

Hinsichtlich des Materialwertes hatte alles so gut angefangen.
Die Bauplanung umfaßte nämlich, einen Käfig auf Basis einer gekauften Käfigunterschale zu erstellen. Damit umging ich das Problem, daß es keinen urinresistenten Lack gibt und leider keinen Hamster, der nicht einmal außerhalb der Hamstertoilette pieselt. Urindurchtränktels Holz sieht nicht nur unschön aus, es riecht auch so. Von Hygiene mal gar nicht zu reden...
Deshalb ist es eines der größten Probleme beim Eigenbau, wie man das Urinproblem löst. Ich habe mich für die Lösungsvariante "Plastikwanne" entschieden.

Die habe ich auch sehr günstig bei ebay gekauft.
Die Schnäppchenjagd ging erfolgreich weiter.... die Fundgrube der Möbelhäuser. Hier gibt es oft Bretter, beschädigte Regale, Schränke.... eben alles, was man so gebrauchen könnte.
Und so haben wir das vermeindlich teuerste - das Holz für Boden und Wände - für weniger Geld bekommen, als die ganzen Kleinteile und Holzleisten aus dem Baumarkt gekostet haben.
Leider war die Schnäppchenjagd dann aber auch zu Ende. Der Rest mußte in diversen Baumärkten gekauft werden: "Babylack" (speichelechter Lack, der für Kinderspielzeug geeignet ist), Unmengen von Schmiergelpapier, Beschläge, Plexiglas, Leisten unterschiedlicher Dicke, Holzschrauben,....
Und jedes Mal staunt man an der Kasse, was ein paar Schräubchen doch so kosten...

Die Arbeitszeit würde ich mit rund 30 Stunden schätzen, plus etlicher Stunden an (Fehl-)Planung und zzgl. diverser Baumarktaufenthalte.

Und irgendwann war man der Meinung, nun einen guten Bauplan nebst aller notwendigen Materialien zu haben und es konnte endlich losgehen!


 Die Maße für den Boden werden bestimmt











Die Fenster in der Seitenwand werden vermessen und der Volierendraht zurechtgeschnitten.
Die Öffnungen werden ausgesägt.












Der Volierendraht wird festgetackert.














Der Draht wird an den Rändern mit einem Hammer flach geklopft.
Außerdem werden die Ränder noch mit einem Rahmen aus dünnen Leisten versehen.
So kann sich der Hamster an dem Draht nicht verletzen.











Winkel verbinden die Bodenplatte mit den Seitenwänden.
Die Winkel sind ungefährlich für den Hamster, da später die Käfigwanne auf  der Bodenplatte steht.






Geschafft! Die erste Seite ist fertig!















Hier stehen schon beide Seitenteile und der untere Teil der Rückwand.
Die Rückwand wird auch mit Winkeln an der Bodenplatte verschraubt.
Seitlich halten sie Holzschrauben.













Die Rückwand ist fertig! Na ja, fast. Es fehlt noch der Volierendraht.












Die Käfigwanne paßt!
Die Türen sind mittlerweile auch angebracht, sie werden von einfachen Scharnieren gehalten.
Die Plexiglasscheiben sind mit der Tür verschraubt und mit einem Rahmen aus dünnen Leisten umgeben, damit scharfe Hamsterzähne nicht an das Plastik gelangen.






Die mittlere Ebene ist eingebaut!
Sie liegt auf einfachen Vierkanthölzern (1 cm x 1 cm) auf, welche mit den Käfigseiten und der Rückwand verschraubt wurden (Senkkopfschrauben).
Da die zweite Ebene rund 30 cm über dem Boden ist, wäre eine durchgehende Leiter zu steil. Deshalb ist die Leiter nicht durchgehend, sondern führt nur bis zu einem Absatz. Von dort führt eine zweite Leiter nach unten. Oben an der Leiter ist ein Geländer angebracht, damit der Hamster sich nicht bei einem Sprung oder Sturz von der Leiter verletzen kann. Die Leiter ist mit einem Holzbrett unterlegt.

Das Geländer der zweiten Ebene ist nur mit Hilfe von Holzdübeln auf der Ebene festgesteckt. Zur Käfigreinigung kann das Geländer einfach herausgenommen werden und die Einstreu kann so von der Ebene gefegt werden.





Fast fertig!

Die Türen schließen mittlerweile. Das war recht zeitaufwändig, bis die Türen bündig schlossen.
Im unteren Bereich sind zwei Griffe montiert, in der Mitte werden die Türen durch einen Riegel verschlossen.
Außerdem stecken im Käfig Holzdübel und die Türen haben auf der Innenseite die passenden Löcher - für den perfekten Sitz ;-)

Das Käfigdach besteht aus zwei miteinander verbundenen Holzbrettern, die übereinander geklebt und genagelt wurden.
Das untere Brett paßt dabei in die Innenmaße des Käfigs und das obere Brett liegt auf den Seitenwänden und der Rückwand auf und ist von oben auf diesen festgenagelt worden.
Mittig ist ein Gitter aus Volierendraht, so daß auch von oben etwas Licht und vor allem Luft in den Käfig kommt..



FERTIG!!!!!
ENDLICH!!!!

Ob es dem Bewohner gefallen wird?
Dazu gleich mehr weiter unten ;-)


Zwischenzeitlich folgt hier noch kurz die Mini-Fotostory über die Entstehung der Zäune.
(Zäune: Zu sehen einmal auf der mittleren Ebene am Treppenaufgang und zum anderen auf der unteren Ebene am Häuschen)



Rundhölzer auf die gewünschte Länge kürzen, jeweils zwei Löcher hinenbohren, Draht durchziehen, die beiden Drahtenden eng miteinender verdrehen, abschneiden. Fertig!




Und hier kommt nun Pepe's erste Käfigerkundung:





Und hier kommt noch ein Bild der neuen Behausung mit Auslauf davor:






Infos zu Pepes Auslauf

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